3 x 33 1/3 Jahre anthroposophische Arbeit in Pforzheim erfordern einen Blick zurück auf das, was bisher gewesen, aber auch einen Blick nach vorne auf das, was denn nun zu tun ist. Wie kann der große Impuls der Anthroposophie verstärkt aufgegriffen und in die Zukunft geführt werden?
Dabei muss uns Leitlinie sein, was Rudolf Steiner im Nachrichtenblatt vom 10.2.1924 (GA 260a, S. 48-49) den „tätigen Mitgliedern“, die über den engsten Zirkel hinaus für die Anthroposophie wirken wollen, als vier zentrale Pflichten ans Herz gelegt hat.
Ein tätiger Anthroposoph wird
sich klar sein müssen über die allgemeine geistige Lage der Menschen in der gegenwärtigen Zeit,
von der Aufgabe der Anthroposophie eine deutliche Vorstellung haben müssen,
soviel ihm dies auch nur möglich ist, sich in Zusammenhang halten müssen mit den anderen tätigen Mitgliedern,
weit davon entfernt sein müssen, zu sagen: es erregt mein Interesse nicht, wenn Anthroposophie und ihre Träger von Gegnern in einem falschen Licht dargestellt oder gar verleumdet werden.
Im Folgenden soll von den ersten beiden Pflichten die Rede sein.
* Mein Beitrag zu „100 Jahre Anthroposophie in Pforzheim“. Erweiterte Fassung eines Vortrages auf der Tagung der Freien Anthroposophischen Vereinigung in Pforzheim am 27. – 28. 9. 2008.
Herbert Ludwig Begriffsverwirrung und Denkverbot Anmerkungen zu den Rassismus-Vorwürfen gegen Rudolf Steiner*
In den immer wieder von verschiedenen Seiten aufflammenden Rassismus-Vorwürfen gegen Rudolf Steiner, denen sich die anthroposophische und die Waldorfschulbewegung ausgesetzt sehen, 1 zeigt sich eine gravierende Begriffsverwirrung, die zu klären von entscheidender Bedeutung ist.